Roberta Gemma, geboren am 20. Dezember 1980 in der italienischen Stadt Marino, wuchs in einer eher konservativen Umgebung auf. Schon in ihrer Jugend zeigte sie ein starkes Interesse an darstellender Kunst und Mode, was sie zunächst in kleinere Modeljobs führte. Nach dem Schulabschluss arbeitete sie kurzzeitig als Friseurin und Verkäuferin, bevor sie über eine Bekannte Kontakt zur Unterhaltungsindustrie bekam. Ihr offizielles Debüt als Darstellerin gab sie 2006 im Alter von 25 Jahren – ein Schritt, den sie später als bewusste Entscheidung für mehr Freiheit und finanzielle Unabhängigkeit beschrieb.
In den ersten Jahren drehte Roberta Gemma vor allem für italienische Produktionsfirmen, darunter etablierte Labels wie Rocco Siffredi Productions. Ihr natürlicher Charme und ihre bodenständige Art machten sie schnell zu einem festen Gesicht im heimischen Markt. 2009 gelang ihr der internationale Durchbruch, als sie für mehrere Szenen in europäischen Co-Produktionen gebucht wurde. Besonders ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Darsteller Rocco Siffredi brachte ihr nicht nur berufliche Anerkennung, sondern auch eine loyale Fangemeinde ein. Bis 2015 war sie in über 150 Filmen zu sehen und etablierte sich als eine der beständigsten Darstellerinnen Italiens.
Ab 2016 zog sich Roberta Gemma allmählich von der Arbeit vor der Kamera zurück und konzentrierte sich auf Produktionsaufgaben. Sie gründete zusammen mit einem Partner die Firma GGG Production, die sich auf hochwertige Erotikfilme mit Schwerpunkt auf Storytelling spezialisierte. Parallel dazu startete sie einen eigenen Online‑Shop für Dessous und Accessoires, den sie persönlich als Model und Designerin betreute. Diese unternehmerische Phase beschrieb sie in Interviews als bereichernd, da sie ihre Kreativität ohne den Druck von Drehplänen ausleben konnte.
Roberta Gemma hat stets betont, dass die Arbeit in der Erwachsenenindustrie in Italien gesellschaftlich nicht immer akzeptiert wird. In ihren persönlichen Erzählungen schilderte sie, wie sie anfangs Vorurteilen aus ihrem Familien‑ und Bekanntenkreis begegnete. Mit der Zeit entwickelte sie eine pragmatische Einstellung: Sie meidet öffentliche Diskussionen über ihren Beruf und führt ein bewusst zurückgezogenes Privatleben. In sozialen Medien teilt sie vor allem Einblicke in ihre Hobbys – darunter Kochen, Reisen und die Pflege ihres Gartens. Anders als viele Kolleginnen nutzt sie ihre Plattform nicht für politische oder aktivistische Aussagen, sondern pflegt einen sachlichen, fast nüchternen Umgang mit ihrer Bekanntheit.
Seit 2020 tritt Roberta Gemma kaum noch in neuen Produktionen auf. Offiziell hat sie sich nie vollständig zurückgezogen, aber ihre Mitwirkung beschränkt sich auf gelegentliche Gastauftritte in Sonderprojekten. Stattdessen widmet sie sich der Betreuung von Nachwuchstalenten, die sie in Workshops und durch persönliche Beratung unterstützt. In einem seltenen Interview im Jahr 2022 erklärte sie, dass sie die Jahre im Geschäft als eine intensive, aber letztlich begrenzte Phase ihres Lebens betrachte. Heute schätze sie die Ruhe und die Möglichkeit, eigene Interessen ohne Zeitdruck zu verfolgen – ein Wunsch, den sie schon früh in ihrer Karriere geäußert hatte.